Über die Gemeinde

10 km vor den Toren der Kreisstadt Schleswig liegt die Gemeinde Tolk am Rande eines Plateaus, eingeschlossen von einem einstigen Urstromtal. Die heutige Wellspang-Au, ein Abfluss des nahe gelegenen Langsees, mündet als Füsinger-Au in die Schlei, eine Förde der Ostsee. Der Ort ist seit alters her der Mitteilpunkt der Kirchengemeinde, einstmals auch Kirchspiel genannt und wurde erstmalig in einer Dotationsurkunde des Bischofs Waldemar aus dem Jahre 1192 erwähnt. Bestanden hat Tolk lange vorher als Siedlung, wie es die archäologischen Funde aus Stein- und Bronzezeit bewiesen. Das Kirchspiel gehörte als "Tolker-Viertel" zusammen mit den Kirchenspielen Nübel, Moldenit und Böel zur damaligen Struxdorfharde, die dem Amt Gottorf unterstellt war. Der "Eichbaum" als Hardeswappen zeugt im "Angler Wappen" ebenso die vielen Flurnamen von dem einstigen Waldreichtum dieser Gegend. Die alte Hardeneinteilung, die viele Jahrhunderte bestanden hatte, fand mit der 1888 verkündeten Kreisordnung ihr Ende, als auch die damals noch kleineren Amtsbezirke geschaffen wurden. Ursache dafür war die Einführung der preußischen Verwaltungsreform nach der 1867 erfolgten Übernahme der Herzogtümer durch Preußen.

Seit 1988 hat die Gemeinde mit dem uralten in der Kirche befindlichen Taufstein ihr eigenes Wappen. Zum Amt Tolk zählte damals die Gemeinden Tolk, Tolkschuby, Buschau, Grumby, Twedt, Taarstedt und Scholderup. Die erste Gemeindezusammenlegung erfolgte 1942, als Tolk und Tolkschuby zur Gemeinde Tolk, Grumby und Twedt zur Gemeinde Grumby-Twedt und Taarstedt und Scholderup zur Gemeinde Taarstedt fusionierten. Auch nach der Amterneuerung 1970, als die benachbarten Ämter Tolk und Moldenit sich zum Amt Tolk vereinten, bliebt Tolk Sitz der Amtsverwaltung und erhielt 1993 eine neues, modern eingerichtetes Amthaus als Verwaltungsgebäude. Mit der Fusion der Ämter Böklund und Tolk 2007 und der Eingliederung von Neuberend und Idstedt ging die Amtsverwaltung nach Böklund über. Diese kehrte von 2009 bis 2011, wegen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Amtsgebäude in Böklund, wieder zurück in das Amtsgebäude in Tolk. Heute ist das Amtsgebäude in Tolk in Besitz der Ostangler Versicherung und wird als Verwaltungsgebäude weiter genutzt. 

Die Gemeinde Tolk mit ihren guten Infrastrukturen wird flankiert von der Bundesstraße 201 und der Landesstraße 22, die bei Triangel in die B 201 mündet. Diese ist gleichzeitig auch Autobahnzubringer mit Auf- und Abfahrten in Schuby bzw. Schleswig-Jagel von der B 76. Mitten durch die Gemeinde und das Amt Tolk führt die gut ausgebaute L 189 zwischen der Schleifähre Missunde in der Gemeinde Brodersby und dem benachbarten Zentralort Böklund. Vorläufer dieser Straße war die einstige Poststraße, die von Eckernförde über die Schlei bei Missunde nach Flensburg führte.

Das Fährhaus Missunde und die Marina Brodersby sind bekannte Ausflugsziele. Das gut ausgebaute Straßennetz verfügt in der Gemeinde Tolk bis in seine weitere Umgebung über ein weit verzweigtes Radwegnetz. Eingebunden ist die Gemeinde Tolk in das Verkehrsnetz des ÖPNV mit mehreren Haltestellen und dem Buswendeplatz beim ehemaligen Amtsgebäude.

Seit 2013 verfügt die Gemeinde auch über eine gute Breitbandversorgung, die über Richtfunk der Firma Snellstar realisiert wurde. Eine eigene Bürgernetzgesellschaft wurde hierfür gegründet.

 

Die Historie wurde bereitgestellt von Gerhard Hoffmann (ehem. Schulleiter)

 

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